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Etwa um 1133 wurde in Kornelimünster von einem
armen Bauersmann in den dortigen Waldungen ein auf Rädern
gebautes Schiff hergestellt. Die notwendigen Mittel stellten
Ihm vermögende Gesinnungsgenossen bereitwilligst zur
Verfügung. Weber, welche, zu jener Zeit in jedermanns Augen
die hoffärtigsten und verwegensten Burschen hierselbst waren,
wurden um deren Stolz zu demütigen gezwungen, das Schiff
zuerst nach Aachen, dann nach Maastricht, wo selbst Mastbaum
und Segel hinzukamen, und hierauf nach Tongern, Looz usw.
umherzuziehen. Wo es anhielt, war Freudengeschrei, Jubelgesang
und Tanz um das Schiff herum bis spät in die Nacht hinein. Die
Ankunft des Schiffes sagte man den Städten an, welche als dann
ihre Tore öffneten unter großem Beifall der Bevölkerung.
In Aachen war das Narrenschiff durch eine Prozession von
Männern und Frauen festlich eingeholt; anderwärts Stürzten
sich Scharen von Frauen mit flatterndem Haar und losem Gewand
zuchtlos unter die Menge, die das Schiff umtanzte. Der
bayrische Geschichtsforscher AVENTINUS tut dieser
Schiffsumfahrt mit erweiternden Bemerkungen Erwähnung. So ist
es fast unzweifelhaft, dass aus jenem Schiffswagen unsere
heutigen Karnevalswagen entstanden sind. |

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